Kleine Pädagogik des Märchens

Vor zehn Jahren (im Juli 2011) hat Dr. Oliver Geister sein Buch “Kleine Pädagogik des Märchens” veröffentlicht. Ich durfte damals zwei Gastbeiträge beisteuern, einen über Märchen im interkulturellen Kontext und einen über Märchen und Sprachförderung. Das Buch stellt märchenpädagogische und märchenpsychologische auf anschauliche Weise dar. Es gab immer Neuauflagen, und nun passend zum Jubiläum eine überarbeitete und erweiterte siebte Auflage. Die Kleine Pädagogik des Märchens ist nach wie vor ein lohnendes Grundlagenbuch für pädagogische Handlungsfelder. Und ich freue mich, dass meine Beiträge auch in der siebten Auflage noch enthalten sind.

Der Glanz des Mondes

Der Glanz des Mondes fasziniert die Menschen seit jeher. Auch in der Musik spielt der Mondschein eine Rolle. Ludwig van Beethoven hat die berühmte “Mondscheinsonate” komponiert, Claude Debussy sein “Clair de lune“. Inspiriert von diesen beiden Stücken habe ich ein neues Märchenhörspiel geschrieben und produziert. Es erzählt von einem astronomiebegeisterten König, der aufgrund eines Unfalls eine Zeit lang nicht sehen kann und neue Wege zum Mondschein sucht …

Das neue Märchenhörspiel läuft am Sonntag (25.04.2021; 8:04 Uhr) in der Sendung Klassik für Kinder im Kulturradio des RBB. Die Sendung gibt es später auch in der Mediathek, unter demselben Link zu finden. Mit den Stimmen von Sarah GieseTilman Rademacher, Tabea Peitz und mir.

Sprache lebendig werden lassen

Sprache ist ein Symbolsystem. Die Symbole entsprechen den Konventionen des jeweiligen Kulturkreises. Es gibt aber noch alternative Symbolsysteme. Eines ist die Standbildarbeit. Gegenstände wortlos mit dem Körper darstellen. Wie man diese und andere Methoden in der Grundschule einsetzen kann, ist Thema meines Artikels “Sprache lebendig werden lassen”, der gerade in der Ausgabe 2/2021 der Zeitschrift “Deutsch differenziert” erschienen ist. Der Artikel kann auch separat erworben werden (Link zum Artikel). Für die Kontexte Grundschule und Theaterpädagogik ist die Zeitschrift insgesamt empfehlenswert.

Ich und Bruno Pezzey

Ich und Bruno PezzeyLange spukte mir eine Geschichte im Kopf herum. Im letzten Herbst habe ich sie dann endlich aufgeschrieben. Das Ergebnis ist eine kleine Novelle, die heute nun endlich auch in Buchform erschienen ist.

Die Novelle erzählt von einem Kind, das ein bewegtes Jahr 1983 erlebt.
Während die Familie schwierige Ereignisse zu bewältigen hat, gilt sein Interesse der Vervollständigung seines Fußball-Sammelalbums.

“Ich und Bruno Pezzey” erinnert aus Sicht des Kindes auch an den Fußballer Bruno Pezzey, der 1994 viel zu früh gestorben ist.

Das Buch ist im Buchhandel bestellbar (ISBN 978-3-944055-24-4), zum Beispiel bei AmazonThaliaHugendubelbuecher.de oder im Buchladen vor Ort.

 

Das Überraschungsballett

Ein altes Theater, dem die Zuschauer fernbleiben. Ein Ensemble beschließt, Tschaikowskys “Dornröschen” auf die Bühne zu bringen, kündigt aber nur ein “Überraschungsballett” an. Der Direktor eröffnet, lüftet das Geheimnis und erntet Kritik der Kinder aus dem Publikum. Sie würden “Schwanensee” oder “Nussknacker” bevorzugen. Das Ensemble entschließt sich, zu improvisieren und die drei Ballette zu mischen. … Das neue Märchenhörspiel läuft am Sonntag (21.03.2021; 8:04 Uhr) in der Sendung Klassik für Kinder im Kulturradio des RBB. Die Sendung gibt es später auch in der Mediathek, unter demselben Link zu finden. Die Rollen wurden gesprochen von Sarah GieseTilman Rademacher, Tabea Peitz und mir. Und die Publikumskinder sind Sophia und Georg.

Die Tränen eines Drachen

König und Königin sind krank. Eine scheußliche Majestitits quält sie. Der Hofarzt will eine Medizin anfertigen, doch dazu braucht er die Tränen eines Drachen. Ein Drache wird kurzer Hand gefangen, doch ihn zum Weinen zu bringen erweist sich als ziemlich schwierig. … Ein neues Hörspiel mit Tabea Peitz und Tilman Rademacher. Sendetermin ist morgen (28.02.2021; 8:04 Uhr) in der Sendung Klassik für Kinder im Kulturradio des RBB. Die Sendung gibt es später auch in der Mediathek, unter demselben Link zu finden.

Märchen in dunklen Zeiten

Dr. Oliver Geister hat mit seinem Buch “Kleine Pädagogik des Märchens” bereits ein wichtiges Grundlagenwerk für Märcheninteressierte vorgelegt. Seine neue Studie “Märchen in dunklen Zeiten” schließt nun eine wichtige Lücke der Märchenforschung: Welche Rolle hat die Gattung Märchen eigentlich während der Zeit des Nationalsozialismus und in der unmittelbaren Folge gespielt? Die Frage ist aus zwei Gründen wichtig: 1. Märchen sind symbolische Geschichten, die nicht abschließend gedeutet werden können. Sie haben somit einen Deutungsüberschuss, was einerseits anregend sein kann, andererseits aber auch die Gefahr der manipulativen Deutung mit sich bringt. 2. Die Zeit des Nationalsozialismus war, vor allem geprägt durch Johanna Haarer eine Renaissance der sogenannten schwarzen Pädagogik (Haarers Buch: “Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind”, Empfehlung hierzu ist die kritische Auseinandersetzung von Sigrid Chamberlain). → weiterlesen