Zum Valentinstag & die Kopfprobe

Namensgeber des Valentinstages war Bischof Valentin von Terni, der unterschiedlichen Angaben zufolge 273, 269 oder 268 in Rom als Märtyrer gestorben sein soll. Heute ist der 14. Februar sein Gedenktag und der Tag der Liebenden. Die Tradition, Blumen zu verschenken, wird in Legenden auf ihn zurückgeführt. So soll er entgegen eines bestehenden Verbotes Paare getraut und mit Blumen aus seinem Garten beschenkt haben. In der römischen Mythologie ist Göttin Juno (Entsprechung der griechischen Göttin Hera) die Göttin der Fürsorge, der Geburt und vor allem der Ehe. Wahrscheinlich wurde ihr zu Ehren lange vor Valentins Zeit ebenfalls am 14. Februar ein Fest gefeiert, das den Brauch des Blumenschenkens pflegte. Möglicherweise ist dieses Fest in die Legenden von Valentin eingeflossen. Aber das ist nicht eindeutig belegbar.→ weiterlesen

Die Legende

Legenden faszinieren mich immer wieder. Zum einen, weil sie an Anteil an der Struktur unseres Kalenderjahres haben: 6. Januar (Heilige Drei Könige), 14. Februar (Valentinstag), 11. November (St. Martin), 6. Dezember (Nikolaus), 31. Dezember (Silvester). Zum anderen, weil auch Symbole in Alltag und Kultur auf Legenden zurückgehen, z. B. die Christophorus-Plaketen in Taxis oder das Motiv des Drachenkampfes (St. Georg).→ weiterlesen

Auf den Spuren von Mutter Gans

Nachdem ich das eine oder andere Mal über die Bezeichnung “Mutter Gans” gestolpert bin, wollte ich wissen, was dahinter steckt. Besonders irritiert hat mich, dass sowohl Märchen als auch Kindergedichte unter dieser Überschrift zu finden waren. Herausgekommen ist eine zum Teil etwas wirre, aber doch auch interessante Hintergrundgeschichte, in der sich Historisches mit Sagenhaftem vermengt: Auf den Spuren von Mutter Gans (Download der PDF mit rechter Maustaste)

Digitale Medien schon für kleine Kinder?

Eine Frage, die in der medienpädagogischen Diskussion immer wieder gestellt wird, ist die nach dem Alter der Kinder und den dazu passenden Medien. Sollten schon Kleinstkinder mit digitalen Medien umgehen? Für die aktuelle Ausgabe (01-02/2018) der Zeitschrift Städte- und Gemeinderat (kostenlose PDF-Ausgabe öffnet sich in neuem Fenster) durfte ich einen Aufsatz zu diesem Thema beisteuern. Die Zeitschrift ist jetzt erschienen.

Märchendichter: Richard von Volkmann-Leander

Richard von Volkmann (1830-1889) war im Hauptberuf Arzt. Er hatte in Gießen, Halle und Berlin Medizin studiert und wurde dann im Deutsch-Französischen Krieg (1870-71) als Generalarzt beim IV. Armee-Korps eingesetzt. Medizinisch war sein Wirken durchaus bedeutsam, während des Krieges und darüber hinaus. So entwickelte er zum Beispiel Verfahren zur Versorgung von Knochenbrüchen.→ weiterlesen

Märchenhelden: Die Hexe

Wer das Wort Hexe hört, denkt vermutlich sofort an “Hänsel und Gretel” (Grimm) und an das Knusperhäuschen. Diese in Deutschland wohl prominenteste alle Hexen gehört zu den meistgefürchteten Märchenbösewichten, denn sie lockt zwei arglose Kinder in ihr Haus mit dem Ziel, sie zu mästen und zu essen. Doch zur Frage, ob die Hexe wirklich böse ist, kann man geteilter Meinung sein: “Die Geschichte vom bösen Hänsel, der bösen Gretel und der Hexe” (Maar) erzählt die Geschichte im Ablauf genau so, wie man sie kennt, nur aus Perspektive der Hexe. Und die hatte nur Gutes im Sinn, bis zwei selbstsüchtige, randalierende Jugendliche auftauchten, die sie am Ende sogar ermorden.→ weiterlesen

Märchenhelden: Die fleißigen Arbeiter

Wenn man an Märchen denkt, fallen einem oft zuerst diejenigen ein, in denen es um Prinzessinnen und Prinzen geht. Doch auch das Handwerk ist stark vertreten. Manchmal mischen sich auch Märchen von Königskindern und Vertretern der “Arbeiterklasse”. Was im  Märchen gänzlich fehlt, ist so etwas wie Mittelstand. Hier eine kleine Auswahl von “Märchen der Arbeiterklasse”:→ weiterlesen